Allgemein Diverses DIY

Insektenhotel ! | Was ist das denn ?

9. Juni 2017

Insektenhotel ! | Was ist dass denn ?

Ja, das war auch meine Frage, als ich bei Fashion-Kitchen auf dem Bild das las.

Insektenhotel… Ich gebe es zu, das hatte ich noch nie gehört. Also googelte ich etwas und war doch sehr erstaunt, was ich da so las. Als ich mir auch so die Bilder ansah, kam mir vieles schon Bildlich bekannt vor, aber ich hatte das eher mit einem Vogelhaus in Verbindung gebracht. Ja.. So kann man sich täuschen. Da ich so fasziniert von der Sache war, habe ich natürlich auch erst daran gedacht, das man das selbst bauen könnte. Ja, kann man. Man findet jede Menge Anleitungen im www. Aber aus dem Zeitmangel heraus, da wir noch einige Projekte bis zum Herbst in unseren 1000qm umsetzen und fertig stellen möchten, habe ich ein Insektenhotel bestellt.

Hier habe ich euch noch etwas aus dem Internet zusammengetragen. Vielleicht habt Ihr ja auch für euren Garten Lust, so etwas zu bauen oder zu bestellen.

 

Was ist ein Insektenhotel?

Ein Insektenhotel ist ein mit Naturmaterialien gefüllter Kasten zum Aufhängen oder -stellen, in dem viele für den Garten nützliche Insekten einen Ort zur Eiablage oder auch zum Überwintern finden.

Warum ein Insektenhotel?

Durch den Eingriff des Menschen in die Natur durch Pestizide und Bebauung wurden viele Lebensräume für Insekten zerstört. Für Insekten wird es dadurch immer schwieriger einen geeigneten Ort zum Leben zu finden. Manche Arten sind sogar schon vom Aussterben bedroht. Darum hilft jedes aufgestellte Insektenhotel ein kleines Stück weiter, den nützlichen Insekten eine Chance zu geben.

Was habe ich davon?

In erster Linie geben Sie den Insekten einen Ort zum Leben. Denn ohne Insekten wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Florfliegen usw. werden Blumen, Obst und Gemüse nicht bestäubt und Schädlingsbefall nicht natürlich reguliert. Durch Einsatz von Pestiziden gegen Schädlinge wird Obst und Gemüse auch für den Menschen ungesund. Mal abgesehen davon, dass weitere nützliche Insekten diesen Giften zum Opfer fallen. Deswegen sollte man immer versuchen Schädlinge auf natürlichem Wege zu bekämpfen.  Außerdem ist es sehr spannend den Insekten bei ihrem Treiben zuzusehen.

Wo stelle ich ein Insektenhotel am besten auf?

Ein Insektenhotel sollte an einem sonnigen und nicht allzu zugigen Ort stehen, damit es im Winter nicht so schnell auskühlt. Von Vorteil wäre es, wenn rund um das Insektenhotel viele blütenreiche Pflanzen stehen würden, damit sich dort schnell Insekten ansiedeln.

Welche Insekten ziehen in mein Insektenhotel ein?

In Ihrem Insektenhotel können sich sehr unterschiedliche Insekten ansiedeln. Hier mal einige Beispiele: Wildbiene: Die Bestäubung durch Wildbienen, die bereits im März, also unter Umständen einige Zeit vor der Bestäubung durch Honigbienen, und dabei auch bei Kälte und bedecktem Himmel einsetzt, macht diese Insekten im Garten zu erwünschten Nützlingen. In Deutschland sind ca. 570 Wildbienenarten bekannt. Dabei gibt es Bienen, die ihre Bruthöhlen in Steinen oder Mauerwerk anlegen (z.B. die Mörtelbiene) oder in Ästen mit Löchern. Dabei ist es für die Bienen wichtig, welchen Durchmesser die Löcher haben. (7mm z.B. für die rote Mauerbiene oder die gehörnte Mauerbiene, 4 und 5 mm dienen kleineren Wildbienen und zahlreichen Arten von Einsiedlerwespen wie Grabwespen oder Faltenwespen). Andere Wildbienenarten, wie u.a. die gewöhnliche Blattschneiderbiene, möchten ihre Bruthöhlen lieber selbst anlegen, dazu brauchen sie z.B. markhaltige Pflanzenstängel. Florfliege: Florfliegen sind grüne, längliche Insekten mit großen, über dem Hinterleib gehaltenen Flügeln. Sie haben goldglänzende Augen und lange Fühler. Sie ernähren sich von Honigtau und kleinen Insekten. Dabei werden Blattläuse, Milben und Eier von Schmetterlingen bevorzugt. Insbesondere die Florfliegenlarven setzen den Schädlingen während ihrer zweiwöchigen Entwicklungsphase stark zu. Ohrwurm: Der Ohrwurm ist ein Allesfresser und gilt als Nützling. Er frisst zum Beispiel Blattläuse oder Schmetterlingsraupen. Schmetterling: Einige Pflanzen mit tiefen Blütenkelchen können nur von Schmetterlingen bestäubt werden. Dabei brauchen verschiedene Arten einen Platz um den relativ harten Winter hier in Europa zu überstehen.

Können die Besiedler stechen?

Theoretisch können die Weibchen vieler Bienen- und Wespenarten stechen. Allerdings ist der Stachel fast aller Arten so weich, dass er die menschliche Haut meist nicht durchdringen kann. Außerdem haben die Einsiedlerbienen im Gegensatz zu den Honigbienen keinen Staat zu verteidigen, sie gehen daher jeder Konfrontation scheu aus dem Wege. Sie brauchen sich also um Ihre Sicherheit oder die Ihrer Kinder keine Sorgen zu machen.

Ein Insektenhotel oder Insektenhaus, seltener auch Insektenasyl, Insektenwand oder Insektenkasten (in Österreich häufig auch als Nützlingshotel bezeichnet[1]), ist eine künstlich geschaffene Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten, die seit den 1990er Jahren vor allem bei naturnahen Gärtnern und in der Schulbiologie zunehmend Verbreitung findet. Als praktisch von jedermann mit geringem Aufwand umsetzbare Insektenschutzmaßnahmen wurden die Einrichtungen insbesondere von zahlreichen europäischen Naturschutzverbänden bekannt gemacht, eine wichtige Rolle spielen sie auch im Rahmen der Permakultur. Erste Wildbienenkästen wurden von Privatleuten in England bereits um 1840 gebaut. Diese dienten damals vorwiegend Beobachtungszwecken, können aber als Vorläufer der heute für mehrere Insektengruppen geeigneten Insektenhotels gelten.

Es gibt Insektenhotels in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Ausstattungen. Zumeist sind sie auf – aus Gärtnersicht – nützliche Insekten ausgerichtet. Die Formenvielfalt umfasst sowohl kleine kreative Einzelbauten als auch große, meist wandartige und vorgefertigte Bausätze, die in der Regel von Herstellern angeboten werden, die auch Nistkästen und Vogelhäuschen vertreiben. Große und individuell gestaltete Insektenhotels werden von Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus errichtet. Es gibt sowohl an Bäumen oder vorhandenen Gebäudewänden angelehnte bzw. vorgebaute als auch freistehende Insektenhotels. Der Begriff Insektenhotel entstand umgangssprachlich in Anlehnung an das hausartige Erscheinungsbild moderner Anlagen, die durch freistehende mehrstöckige Bauweise und – zum Schutz vor Witterungseinflüssen – ausgeprägte Dachkonstruktionen auffallen.

Quelle: Wikipedia

Motivation und Nutzen[|

Nisthilfe für Solitärbienen

Durch intensive menschliche Eingriffe in die Naturlandschaft – unter anderem durch umfangreichen Pestizideinsatz im Acker- und Gartenbau sowie durch die auch in Privatgärten vorhandene Tendenz zur „aufgeräumten“ Landschaft – sind nur noch wenige natürliche Insektenlebensräume vorhanden, wie z. B. offene Lehmtrockenhänge oder Totholz. Diese Vorgänge werden als Habitatvernichtung bezeichnet.

Nicht nur in der freien Natur, auch in Gärten helfen viele Nützlinge wie zum Beispiel Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Florfliegen oder Ohrwürmer durch Bestäubung und als kostenlose biologische „Schädlingsbekämpfer“, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren. Darüber hinaus werden Insektenhotels auch zu Lehrzwecken errichtet, etwa für die breite Öffentlichkeit bei Gartenschauen und in Parkanlagen oder von Schulen, die Kindern die Biologie der Insekten und praktischen Naturschutz anschaulich nahebringen wollen. Insektenhotels leisten einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung, weil das Beobachten der Wildbienen beim Nestbau einfacher möglich ist, als Bienennester in der Natur zu finden.

Artenschutz[

Insektenhotels tragen nicht dazu bei, Rote-Liste-Arten zu schützen und können daher nicht als direkter Artenschutz verstanden werden.[2] Sie werden überwiegend von häufig vorkommenden Kulturfolgerbienen (zum Beispiel Rote Mauerbiene (Osmia bicornis)) besiedelt. Selten vorkommende Bienenarten leben meist in Abhängigkeit von besonderen Pflanzenarten, teilweise auch in Verbindung mit besonderen Lebensraumstrukturen, wie zum Beispiel Steilwänden. Um das Vorkommen von seltenen Bienenarten zu fördern, ist es wichtig, auf Pestizide zu verzichten und vorhandene monotone Rasenflächen in Wildblumenwiesen umzuwandeln, indem man die Flächen nur noch ein- bis zweimal im Jahr mäht. Trampelpfade, die durch die Wiesen führen, sind wünschenswert, weil die meisten Bienenarten im Boden nisten. Zusätzlich kann man diese Flächen mit Totholz und Steinhaufen werten.

Wer hat von euch auch ein Insektenhotel ? oder ähnliches ? Schreibt mir doch einfach… ich freue mich immer über neues und was Ihr so im Garten oder Balkon habt.

Eure

Elke

 

Print Friendly
(Visited 23 times, 1 visits today)

You Might Also Like

2 Comments

  • Reply shadownlight 10. Juni 2017 at 20:42

    Hey, ich finde das echt toll, vor allem, dass man somit dem Tierschutz beiträgt.
    Liebe Grüße!

    • Reply einfachelke 11. Juni 2017 at 19:21

      Ja, das finde ich auch und das war dann auch hinterher mein Hauptgrund es zu kaufen.
      Liebe Grüße, Elke

    Leave a Reply

    *